Wer den Wechsel will, muss ihn auch leben

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Burgbrohl heißt der Ort, in dem das nun schon in achter Generation geführte Familienunternehmen Rhodius Mineralquellen seinen Sitz hat. Firmenchef Dr. Karl Track hatte zusammen mit der FDP Ahrweiler die Familien Unternehmer (ASU) und die Wirtschaftsjunioren zu einer Diskussion mit FDP-Chef Christian Lindner eingeladen.

Rhodius: Ein Familienunternehmen in achter Generation
Rhodius: Ein Familienunternehmen in achter Generation

Wenn Dr. Karl Track über Politik spricht, bilden sich strenge Falten auf seiner Stirn: „Der Staat greift zunehmend in die Wirtschaft ein und nimmt uns damit Handlungsspielraum. Um so wichtiger ist es für uns, dass das liberale Gedankengut erhalten bleibt.“ Einer der Punkte, der ihn am meisten bewegt, ist das EEG, also das Erneuerbare Energiengesetz. „Wir brauchen rund um die Uhr Energie. Ich möchte auch nicht eines Tages plötzlich von Strom aus Polen oder aus französischen Kernkraftwerken abhängig sein“, sagte der Geschäftsführer. Zumal das EEG auch eine große finanzielle Belastung für das Unternehmen sei: „Allein die EEG-Umlage beziffert sich bei uns auf 900.000 Euro pro Jahr.“

Christian Lindner und Ulrich van Bebber (rechts)
Christian Lindner und Ulrich van Bebber (rechts)

Zustimmendes Nicken von Christian Lindner bei dieser Kritik. Und er legte noch nach: Dass es der Wirtschaft im Moment noch so gut gehe, beruhe auf Faktoren, die sich jeder Zeit wieder ändern könnten, wie beispielsweise der niedrige Ölpreis und die niedrigen Zinssätze. „Die deutsche Politik beschäftigt sich entweder mit dem Verteilen von dem noch vorhandenen Wohlstand oder mit dem Bewältigen von Krisen. Aber nicht mit der drängenden Frage: Wie gestalten wir unsere Zukunft?“

„Wer den Wechsel will, muss ihn auch leben“, appellierte Lindner an die Zuhörer. Schließlich würde es gleich mehrere gute Gründe geben, im kommenden März die FDP zu wählen. 1. Nur mit der FDP könne es einen Wechsel in der Landesregierung geben. 2. Wäre das ein Signal zur Trendwende für die FDP und 3. Sei dies ebenfalls auch ein starkes Signal in Richtung Berlin, die „Sozialdemokratisierung der Politik“ nicht zu übertreiben. „Sie erreichen mit einem Kreuz also gleich drei Dinge“, schmunzelte Christian Lindner: „Das muss ihnen als Unternehmer doch besonders gut gefallen.“

Produktion bei Rhodius
Produktion bei Rhodius

 

Bis zu 500 Meter tief liegen die Quellen, aus denen das Wasser für die Getränke kommt. Und auch mit dem Wasser, das nicht in die Falschen kommt, wird sparsam umgegangen.
Bis zu 500 Meter tief liegen die Quellen, aus denen das Wasser für die Getränke kommt. Und auch mit dem Wasser, das nicht in die Falschen kommt, wird sparsam umgegangen.

 

Das entsteht aus gebrauchten PET-Flaschen: Ein Rohling, aus dem eine neue 1,5 Liter PET-Flasche wird.
Das entsteht aus gebrauchten PET-Flaschen: Ein Rohling, aus dem eine neue 1,5 Liter PET-Flasche wird.

 

Und fertig verpackt auf Paletten werden die Getränke zu den Kunden transportiert. Allein in einer der Anlagen werden täglich 35.000 Flaschen abgefüllt.
Und fertig verpackt auf Paletten werden die Getränke zu den Kunden transportiert. Allein in einer der Anlagen werden täglich 35.000 Flaschen befüllt.