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Isabell Werth: Wortreiche Erklärungen und Trennung vom Tierarzt

Posted by claudia.sanders on Jun 30, 2009 in Dressur-Studien

Isabell Werth ist am Samstag in der ZDF-Sportschau aufgetreten und hatte dort 20 Minuten Zeit, die Vorfälle rund um Whisper aufzuklären.

Während der Sendung nahm sie Tierarzt Stihl noch in Schutz, gestern jedoch wurde nun bekannt, dass sie sich von diesem Tierarzt getrennt hat.

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Vorratsdatenspeicherung: Gutachten in der Hauptverhandlung

Posted by claudia.sanders on Jun 26, 2009 in Datenschutz, Innere Sicherheit, Rechtspolitik

Zu den Akten: Link zu einem Artikel bei Heise über die Hauptverhandlung beim Bundesverfassungsgericht zur Vorratsdatenspeicherung mit Links zu Gutachten und Fragenkatalog.

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Isabell Werth: Das Eis wird immer dünner

Posted by claudia.sanders on Jun 25, 2009 in Allerlei, Dressur-Studien

Gestern hatte Isabell Werth erklärte, dass ihr Pferd Whisper das umstrittene Medikament - welches zum Dopingergebnis führt - nur bekommen hat, weil es an der so genannten Shivering Krankheit leide. Eine Nervenkrankheit, die u.a. Balanceprobleme, Zittern und Zuckungen hervorrufe.

Das nun verabreichte Medikament ruft übrigens genau diese Nebenwirkungen hervor, die es angeblich doch eigentlich bekämpfen soll. Der Beipackzettel dokumentiert das deutlich.

Demnach hat das Medikament Fluphenazin tatsächlich eine stark beruhigende Wirkung.

Der behandelnde Schweizer Tierarzt Hans Stihl, der Isabel Werths Pferd Whisper das Medikament verabreicht hat, ist der selbe Tierarzt, der vor einigen Jahren schon einmal wegen Dopings in die Schlagzeilen geraten ist: Im Jahr 2003 wurde der Dressurreiterin Ulla Salzgeber der Weltcupsieg aberkannt, weil bei ihrem Pferd Rusty Testosteron nachgewiesen wurde.  Rusty behandelte Stihl mit dem Dopingmittel wegen einer Hauterkrankung, so die damalige Erklärung.

Bei der heutigen Anhörung von Isabell Werth mit der FN, verzichtete die mehrfache Olympiasiegrin auf das Öffnen der B-Probe. Sie bleibt auch weiterhin suspendiert und darf nicht an Turnieren teilnehmen.

Ein längeres Interview mit Isabell Werth ist in der Rheinischen Post nachlesbar.

Link zu einem Artikel aus der SZ aus dem Jahr 2004 - auch Springreiter haben das Mittel schon eingesetzt.

Weitere Links:

Blog zu Doping im Sport

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Doping im Pferdesport: Isabell Werth überführt

Posted by claudia.sanders on Jun 24, 2009 in Allgemein, Dressur-Studien

Doping im Pferdesport wiegt doppelt schwer- wird doch hier ein Lebewesen manipuliert. In den vergangenen Wochen häuften sich die neuen Informationen rund um das Thema Doping im Reitsport. Die heutige Nachricht schlug trotzdem ein wie eine Bombe: Die fünffache Dressur-Olympiasiegrin Isabell Werth nutzte ein Psychopharmaka bei ihrem Pferd Wisper. Die A-Probe war positiv. Nun besteht Werth auch auf das Öffnen der B-Probe. Die FN suspendierte die Dressurreiterin mit sofortiger Wirkung.

Update, 20.51 Uhr:

Isabell Werth bedauert und erklärt, das sei alles nur eine Verordnung des Tierartzes gewesen, weil ihr Pferd Balanceprobleme habe und an dem so genannten Shivering Syndrom leide.

Seite und Pressemitteilung von Isabell Werth dazu

Noch ein ausführlicherer Artikel ist beim ZDF zu finden

Doch der Makel bleibt: Warum wird mit einem solchen Pferd ein Turnier gemeldet und dann auch gestartet?

Mein Kommentar dazu war heute im Deutschlandfunk
hörbar.

Nachlesbar ist der Kommentar hier:

Es gibt schon Momente, da möchte man sich als Beobachterin der Reitsportszene fragen: Wer hat hier eigentlich mehr Verstand im Kopf? Die Reiter oder ihre Vierbeiner?
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Nicht meinungsfrei: Zensur im Internet

Posted by claudia.sanders on Jun 21, 2009 in Datenschutz, Innere Sicherheit, Rechtspolitik

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen wird mit der vergangenen Woche wohl zufrieden sein: Fortan werden gelistete Seiten mit kinderpornografischen Inhalt gesperrt. Pardon- das ist natürlich der falsche Ausdruck: Es wird ihnen ein virtuelles Mäntelchen umgehangen, ein federleichter Vorhang zugezogen, der mit wenigen Klicks umgangen werden kann. Um die Kritiker etwas zu beschwichtigen, dachte sich das Team um von der Leyen und Co. eine vermeintlich geniale Idee aus: Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, soll überprüfen, ob das „Stopp-Schild“ rechtens ist. Selbst Peter Schaar hat sich offenbar verdutzt die Augen gerieben, als er das zum ersten Mal las. Wenn es nicht so traurig wäre, ließe sich glatt darüber lachen: Wie frei von jeglicher Sachkenntnis müssen die Verfasser des nun beschlossenen Gesetzestextes eigentlich sein? Denn wenn überhaupt irgendjemand in solch einer Situation etwas überprüfen sollte, dann ist das die Justiz und nicht irgendein Datenschutzbeauftragter – ganz gleich wie engagiert er sonst sein mag.

Ziemlich unerträglich ist auch das gebetsmühlenartige heruntergeleierte Totschlag-Argument, dass die Gegner dieses Gesetzes offenbar nicht ernsthaft gegen Kinderpornografie und den damit verbundenen Missbrauch vorgehen wollen. Es ist durchaus erlaubt gegen ein Gesetz zu sein, das die Freiheit untergräbt. Es verhindert keinen einzigen Kindesmissbrauch. Das einzige Ergebnis wird sein, dass die Täter lernen, wie einfach diese „Sperren“ zu umgehen sind. Und natürlich dazu, dass endlich ein zum Ausbau taugliches Instrument vorhanden ist, um unliebsame Internetinhalte vermeintlich unsichtbar zu machen.

Gerade Journalisten sollten hier einen sachlichen Überblick behalten und verstehen, dass jede Zensur letztlich auch ihre eigene Freiheit beschränkt. In diesem Zusammenhang: Schöne Grüße an die Kollegin von der EMMA und ihrem fulminanten Artikel. In dem bescheinigt sie den Gesetzes-Gegnern, dass sie sich noch nie gegen Kindesmissbrauch engagiert hätten. Als prominentestes Beispiel führt sie den CCC an, der ja noch nie solche Seiten gehackt habe. Liebe Kollegin, mein Gefühl sagt mir, dass sie dem Internet und den technischen Gegebenheiten in etwa so nahe sind, wie ein Dinosaurier einem Düsenjet.

Ganz nebenbei: Nur weil man nicht täglich gegen Todesstrafe, Frauendiskriminierung und Karies demonstriert, heißt das noch lange nicht, dass man selbiges unterstützt.

Wer wirklich ernsthaft - und nicht nur mit lautem unwirksamen Getöse wie die große Koalition - gegen den Missbrauch von Kindern vorgehen will, der kann ganz praktisch agieren: Die zuständigen Polizeikommissariate technisch und personell besser ausstatten, damit sie ihren Job machen können. Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene. Solange das nicht geschieht, ist alles andere nur ein wirkungsloser Hokuspokus – der kein Kind schützt, aber der Demokratie massiv schadet.

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Der Anfang vom Ende? Nach Zensurgesetz im Internet

Posted by claudia.sanders on Jun 18, 2009 in Allgemein, Datenschutz, Rechtspolitik

Heute ist im Bundestag also beschlossen worden, dass Kinderponografie-Seiten fortan der Zensur unterliegen. Und was haben alle Kritiker dieser doch herzlich nutzlosen Maßnahme entgegnet? “Wenn das mal nicht nur der Anfang ist und früher oder später noch weitere Seiten dazu kommen.”

Wir können jetzt wohl festhalten: Es geht nicht um ein “später”. Gerade eben kam folgende Nachricht herein:

Kölner Stadt-Anzeiger: Auch Killerspiele sperren

18.06.2009 - 21:20 Uhr, Kölner Stadt-Anzeiger

   Köln (ots) - Der CDU-Bundestagsabgeordnete und
baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl will über
die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet hinausgehen und
hat auch die Sperrung von Killerspielen ins Gespräch gebracht. "Wir
prüfen das ernsthaft", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Freitag-Ausgabe). "Wir gehen nach Winnenden nicht zur Tagesordnung
über. Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf
das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein
rechtsfreier Raum sein."

 
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Medienkodex

Posted by claudia.sanders on Jun 8, 2009 in Allgemein

Medienkodex vom Netzwerk Recherche.

PRÄAMBEL
1. Journalisten* berichten unabhängig, sorgfältig, umfassend und wahrhaftig.
Sie achten die Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte.
2. Journalisten recherchieren, gewichten und veröffentlichen nach dem
Grundsatz „Sicherheit vor Schnelligkeit“.
3. Journalisten garantieren uneingeschränkten Informantenschutz als
Voraussetzung für eine seriöse Berichterstattung.
4. Journalisten garantieren handwerklich saubere und ausführliche Recherche
aller zur Verfügung stehenden Quellen.
5. Journalisten machen keine PR.
6. Journalisten verzichten auf jegliche Vorteilsnahme und Vergünstigung.
7. Journalisten unterscheiden erkennbar zwischen Fakten und Meinungen.
8. Journalisten verpflichten sich zur sorgfältigen Kontrolle ihrer Arbeit und,
wenn nötig, umgehend zur Korrektur.
9. Journalisten ermöglichen und nutzen Fortbildung zur Qualitätsverbesserung
ihrer Arbeit.
10. Journalisten erwarten bei der Umsetzung dieses Leitbildes die Unterstützung
der in den Medienunternehmen Verantwortlichen. Wichtige Funktionen haben
dabei Redaktions- und Beschwerdeausschüsse sowie Ombudsstellen und eine
kritische Medienberichterstattung.
* Es sind stets beide Geschlechter gemeint.

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Also doch: Weitere Internetzensur geplant

Posted by claudia.sanders on Jun 6, 2009 in Datenschutz, Innere Sicherheit

Wir haben es geahnt, um nicht zu sagen gewußt: Natürlich soll die Internetzensur nicht nur auf Kinderpornografie beschränkt bleiben, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz. Das überrascht jetzt hoffentlich niemanden ernsthaft….

Nachtrag: Wiefelspütz erklärt, das abgegebene Interview sei nicht autorisiert worden. In dem Zusammenhang sei auf diese immer wieder interessante Seite verwiesen.

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